Gleiches mit Gleichem? Oder die Frage: Wie gehe ich mit Kritik und Ablehnung um?

Ich möchte Dir von Soma Bay erzählen. Ja. Mal wieder. 😂 Mal wieder von ROBINSON in Ägypten, in Soma Bay. Ich bin jetzt seit fast zwei Wochen wieder zu Hause. Goldener Oktober. Ich schaue auf die Donau und dieser Aufenthalt lebt immer noch so in mir. Ich kann mich zu jedem Moment zurückversetzen. In das Gefühl. In die Wärme. In die Atmosphäre. Ich kann mich dahin katapultieren. Kennst Du das? Kennst Du Orte, an denen Du vielleicht auch schon ganz oft warst und Du musst nur ganz kurz daran denken und schon sitzt Du wieder da? Das kann ich mit diesem Ort. Vielleicht macht genau das auch aus, dass ich mich dort so zu Hause fühle. Wenn ich wiederkomme, ist mir alles so geläufig. Und dieses Mal durfte ich sogar ein bisschen früher anreisen. Aus neun Tagen wurden 14. Und die Mama war mit dabei. ❤️ Meine Mama. Dieser kleine Stöpsel. Diese Süße. Papa wollte, dass Mama mal mitfährt. Damit sie das einfach auch mal erleben kann. Damit sie weiß, wovon er spricht, wenn er von diesem göttlichen Essen erzählt, von diesem türkisen Meer, vom Strand, von den Zimmern, von der Mahaba Bar, vom Pool. Einfach dieses ganze Gefühl. Und ich finde das übrigens so schön an unserer Familie. Wir können uns so füreinander freuen. Mein Papa ist wahrscheinlich der unneidischste Mensch, den ich mir überhaupt vorstellen kann. Gefolgt von mir. 😂 Ich freue mich immer so mit und für jeden. Natürlich guckt man dann vielleicht auch ins eigene Leben. Hätte ich das auch gerne? Ja? Nein? Vielleicht? Könnte ich das irgendwie etablieren? Will ich das überhaupt wirklich? Mit allen Konsequenzen? Und wenn nicht: Was könnte ich denn dann für mich anders oder besser machen? So denke ich. Ich mit meiner Art Und dann komme ich wieder an diesen Ort. Und dieses Privileg, ich kann es Dir nicht wirklich beschreiben, wie sich das anfühlt. Ich bin so unfassbar dankbar. Wirklich nicht zu begreifen dankbar. Ich darf da sein. Mit diesen Menschen. Mit diesen ägyptischen Angestellten, mit denen es so lustig und so herzlich ist. Mit so viel Körperkontakt, so vielen Umarmungen. Und ich weiß: Ich darf die nächsten 14 Tage das machen, was ich so liebe. Über Gesundheit sprechen. Über Regeneration. Darüber, wie wichtig es für unseren Körper ist, auch mal zur Ruhe zu kommen. Über das Nervensystem. Über Ernährung. Über Epigenetik. Über DNA Gesundheit. Darüber, dass nicht jeder Mensch gleich ist. Dass wir so individuell sind, wie wir nun mal sind und dass auch der Bedarf unseres Körpers individuell ist. Nicht jeder braucht das Gleiche in der gleichen Menge. Jeder Körper hat Herausforderungen. Jeder Körper hat Stärken. Und da kann man hingucken. Und dann bin ich da und ich glaube, man würde sagen: Ich bin im Flow. Flow zeichnet sich ja dadurch aus, dass man Raum und Zeit vergisst. Dass man es der Sache wegen tut. Ja. Ich vergesse Raum und Zeit. Mal nichts müssen zu müssen Ich darf dort meine Vorträge halten. Ich darf regenerative Yogaeinheiten geben. Da gibt es diesen Beach Pavilion und Du schaust auf dieses unverschämt türkise, wundervolle, badewannenwarme Meer. Gott! Und dann lade ich die Gäste ein: Mal nichts müssen zu müssen. Die nächsten 60 Minuten kann alles und gar nichts muss. Gar nichts. Jeder Tag ist anders. Jeder hat anders geschlafen. Jeder Körper fühlt sich an diesem Tag anders an. Und wenn Du Deinen Körper die Regie führen lässt, dann kommuniziert er Dir vielleicht sogar, was er gerade braucht. Und wenn es eine Stunde Liegen ist, dann ist das eben so. Im Einklang mit Dir und Deinen aktuellen Bedürfnissen. Wir atmen. Wir machen Hüftöffner. Wir werden ruhig. Und die Menschen sind danach teilweise einfach nur ergriffen. Berührt. Entspannt. Und ich würde behaupten: dankbar. Denn ich beginne diese Stunden häufig mit dem Gedanken: Hey. Wir sind hier im Paradies. Der Blick vor uns ist wie eine Fototapete. Wir sind hier in Frieden. In Freiheit. In Sicherheit. Mit göttlichstem Essen. Und im Urlaub. Das dürfen nur sehr wenige Menschen auf dieser Welt gerade genießen. Und jetzt bekommen wir noch eine Stunde Gesundheit für uns geschenkt. Das macht etwas mit Menschen. Und es macht etwas mit mir. Wenn ich könnte, würde ich noch Glitzer verstreuen Das Gleiche passiert bei Aquafit. Ach Gott. Da stehe ich am Pool. Der Pool voller Menschen. Alle Blicke auf mich. Und ich sage halt laut, wie sich das für mich anfühlt. Dass ich mich so privilegiert fühle. Dass ich so einen Freuanfall habe, in diese ganzen Gesichter schauen zu dürfen. Dass das göttliche Mittagessen auf uns wartet. Und dass wir jetzt einfach gemeinsam etwas für unsere Gesundheit tun und dabei auch noch Spaß haben dürfen. Und irgendwann habe ich angefangen zu fragen: „Und? Wie geht’s Euch?“ Gott, Gott. Dann kommen Arme aus dem Wasser. Jubel. Huuuuu! Und dann geht’s los. Ich bin dann, lustig formuliert, wie von der Tarantel gestochen. 😂 Ich hoppe da rum. Ich freue mich. Ich möchte einfach mit diesen Menschen Spaß haben. Und wenn der Funke überspringt und ich in diese lachenden Gesichter schaue, dann kenne ich keine Grenzen mehr. Mein Papa hat mir ja gelernt: Understatement ist immer angebracht. Gut über sich selbst erzählen macht man nicht. Punkt. Aber ich muss es trotzdem sagen: Das Feedback war atemberaubend. Und dieses Feedback geht bei mir so tief. Weil diese Resonanz mich betrifft. Mich in allem, was ich bin und was ich habe. Nicht weil ich etwas kann. Nicht weil ich etwas gelernt habe. Sondern weil man mich dort so bekommt, wie ich nun mal bin. In heller Freude. Und wenn genau das ankommt, ist das für mich ein umwerfendes Gefühl. Gute Laune oben. Gute Laune unten. Und dann Aquajogging. Stell Dir das bitte mal vor. Dieses türkise Meer in verschiedenen Schattierungen. Badewannenwarm. Kein Wellengang. Nachmittags steht die Sonne schon etwas tiefer und alles glitzert. Wir ziehen diese Schwimmgurte an, joggen ins Meer und paddeln da teilweise wie junge Hunde. 😂 Irgendwann waren wir weit über 20 Menschen. Jung. Älter. Viele Männer dabei. Und dann waren wir
Benommen vor Glück. Eine Multiplikation der Freude im Paradies ROBINSON Soma Bay

Warst Du schon mal ganz benommen von einer Situation oder einer Gelegenheit oder einem Moment?
Ich wünsche Dir dieses Gefühl von ganzem Herzen.
Ich suche und ringe seit Tagen nach Worten, um beschreiben zu können, wie dieser ROBINSON in Soma Bay in Ägypten für mich ist. Was dieser Ort, diese Menschen, diese Begegnungen, diese Atmosphäre mit mir machen.
Zwischen Krebs, Robinson und der Entscheidung für das Leben oder „Woher nimmst Du Deine Energie?“

Das war eine Frage, die mir im Robinson gestellt wurde. „Wo hast Du diese Energie und Freude bloß her?“ „Wie machst Du das?“ „Du bist so ein Flo, der hier rumhüpft. Ein Duracell-Häschen.“ „Frage an den Papa: Ist die immer so?“ Papa sagt: „Äh … ja. Die ist immer so.“ und grinst. Ich habe im Vorfeld dieser Reise so viel überlegt, mit mir so sehr gehadert, dass es mich den Schlaf gekostet hat. Darf ich nach Soma Bay fahren? Mein Engagement annehmen oder muss ich denn nicht zu Hause bleiben? Bei meinem Mike. Ihn umsorgen. Körperlich präsent sein. Ein gefühlter Rollenwechsel, die Änderung der Perspektive hat mir bei meiner Entscheidung geholfen: Was würde ich denn jemandem raten, der in meiner Situation ist und mich nach Rat fragen würde? Ich würde ihn als Erstes fragen, wie es dem Partner geht. Ob er im Alltag pflegerische Hilfe braucht oder sich selbst versorgen kann. Wenn er autark ist, dann würde ich meinen Gegenüber an den Schultern fassen und ihm Folgendes ganz eindringlich sagen: Hey, NUR wenn DU bei Kräften bleibst, kannst Du ihm mit all Deiner Energie beistehen. Erstens. Zweitens: Es ist Deine verdammte Pflicht – mehr denn je – gut für Dich zu sorgen. Und wenn Dir dieser Aufenthalt Kraft und Freude gibt, dann mach es. Unbedingt. Ansonsten gehst Du in die Knie und das ist das Letzte, was Dein Mann möchte. Drittens: Es ist Deine Entscheidung, wie viel Macht, Raum und Fokus Du dieser Krankheit gibst. Vielleicht tut es Dir gut, Dich für eine Zeit lang mit anderen Dingen zu beschäftigen. Viertens: Es ist Dein Job, oder? Du bist engagiert worden, um im Robinson Vorträge zu halten und Menschen zu inspirieren. Merkst Du was? Ich rechtfertige mich nach wie vor – jetzt sogar impulsiv öffentlich –, dass ich Freude, Dankbarkeit und unbeschreibliche Momente erleben durfte. Puh. Ja, das ist er wieder: Dieser Unterschied zwischen Wissen und Fühlen. „Woher nimmst Du all diese Energie?“ Meine Antwort ist so banal wie einfach: Ich erlebe durch meine Lebenswirklichkeit, dass NICHTS selbstverständlich ist. NICHTS und noch mal NICHTS. Ich bin hier im verdammten Paradies. Habe königliches Essen im Bauch, die Sterne funkeln, darf mit meinem Papa Zeit im Luxus verbringen. Darf hier, an diesem magischen Ort, wirken. Sein. In Frieden, Freiheit, Sonne, Meer, Korallen, Herzlichkeit. Wenn ich dann noch meinen Papa auf der Tanzfläche sehe, wie er zu Peter Fox – Schüttel Deinen Speck abdanced, dann werde ich mal direkt in den Himmel auf Erden katapultiert. Was soll ich denn dann anders tun, als in die Luft zu springen, zu jubeln und mitzutanzen? Ich bin nur der Spiegel. Oder eine Art Durchlauferhitzer. Ich nehme alles auf und gebe es ab. Das Feedback der Menschen macht mich sprachlos. Was Freude alles kann … Ich habe Vorträge gehalten. Gott, wie ich da in meinem Element bin. Krass. Es ist so einfach für mich. Stehe an der Mahar Bar im Schatten und darf mit Menschen sprechen. Das, was mich so elektrisiert, weitergeben. Der Einstieg ist immer Mikes und meine Geschichte. Dann erzähle ich über unser Nervensystem. Sympathikus und Parasympathikus. Wie existenziell Ruhe ist. Über Cortisol, Zellgesundheit, Omega 3, Immunsystem, Mikrobiom, Ballaststoffe, Epigenetik und DNA-Gesundheit. Dass es nun die Möglichkeit gibt, auszutesten, wer DU bist. Was DEIN Körper braucht und was nicht. Über Spermidin, Sulforaphan, Ernährung, Bewegung. Die großen Themen Longevity und Recovery. Das Bedürfnis der Menschen nach Ruhe ist so riesig. Sie sehnen sich so sehr danach. Das habe ich in meinen Yogastunden erlebt. Wenn ich sage – leise, langsam und mit Bedacht: Die nächste Stunde ist nur für Dich. Nur für Dich. Deine Zeit. Deine Matte, Dein Blick aufs Meer. Nichts mehr müssen. Nur sein. Es gibt nichts mehr zu tun. Nun darfst Du loslassen. Du musst keine Haltung mehr bewahren. Die einzige Leistung besteht nun darin, nichts mehr zu leisten. Wir öffnen die Hüften. Dann geht es los und die Tränen laufen. Die Menschen wissen oft gar nicht, warum oder kennen das in dieser Form so gar nicht. Ohne Trauer laufen die Tränen nur so über das Gesicht. Loslassen. Erleichterung. Spannung abgegeben. Sich 1 Stunde im Parasympathikus sicher gefühlt. Das ist das, was ich geben kann und mir ist bewusst, was das für ein Geschenk für die Gäste ist. Menschen, die so viel können, so viel leisten, oft so getrieben sind, dürfen bei sich selbst sein. Papa und ich haben so wunderbare Menschen kennengelernt. Gerd, Nora, Kathrin Eger, Steffi, Anton aus Innsbruck, Sandra und Tim, Leonie und Johannes, Beo, Jürgen und Timmi, Iris, Isolde, Evi, Marion, Tatjana, Rosi, Gina, Sabine und ihre Mama Karin. Was ich über diese bezaubernden Angestellten schreiben soll, weiß ich gar nicht genau. Mir geht das so zu Herzen und ich staune immer und immer wieder, wie herzlich man denn nur sein kann. Ich bin so reich. So reich an Eindrücken und ich mache jetzt noch was, was ich noch nie getan habe: Ich kopiere ein Feedback über mich in diesen Blogeintrag. Wie ich mich mit solchen Worten fühle, entbehrt jeglicher Beschreibung: Von kathrin_eger: Ich habe im Urlaub eine Frau getroffen, die ein Herz auf zwei Beinen ist. Sie kann lachen, feiern und albern sein, im nächsten Moment wird sie ganz still, hört zu und berührt Menschen mit einer seltenen Tiefe und Intensität. Und ich habe noch nie jemanden getroffen, bei dem Dankbarkeit so sichtbar war. Ich hatte bei ihr Yoga – und sie hat Vorträge gehalten. Über ihre persönliche Geschichte und über Epigenetik. Am Tag nach meiner Rückkehr ging es mir nicht besonders gut. Ich saß zu Hause und hatte sie plötzlich vor meinem geistigen Auge vor mir sitzen. An den Morgen, an dem sie vor uns saß und mit einer unglaublichen Ruhe sagte: „Ihr müsst jetzt erst mal nichts müssen.“ Dann hat sie mit uns geatmet. Vier Sekunden ein. Sechs halten. Acht aus. Eigentlich war es nur eine Atemübung. Und gleichzeitig war es viel mehr, weil dieser Satz genau dort ankam, wo ich ihn in diesem Moment gebraucht habe. Ich habe ihr geschrieben und erzählt, dass ich daran gedacht
Was, wenn Dein Lebensstil stärker ist als Deine Gene? Mein Vortrag bei Fitness First

Wie Du mit Ernährung und Lebensstil Deine Zellen jung hältst
Was, wenn Dein Lebensstil stärker ist als Deine Gene?
Gestern Abend durfte ich meinen Vortrag im Fitness First halten. Thema war, wie Du mit Deiner Ernährung und Deinem Lebensstil Deine Gesundheit aktiv beeinflussen kannst.
Eine Stunde. Kein Skript. Nur ich. Mein Vortrag beim Stadtmarketing Regensburg: Gesund leben. Gesund älter werden. Und was das wirklich bedeutet

Ich war nicht nervös.
Und genau das hat mich selbst am meisten überrascht.
Gesundheit beginnt im Kopf: Wie Epigenetik, Mindset und Ernährung Dein Leben verändern können

Gesundheit beginnt nicht erst bei Krankheit. Erfahre, wie Epigenetik, Mindset und Ernährung zusammenwirken und wie Du Deine Gesundheit aktiv stärken kannst. Vorträge im ROBINSON SOMA Bay
Mann und Frau. Nicht später. Jetzt. Eine Hochzeit in neun Tagen. Kein großer Plan, aber mit allem, was zählt

Freitag, 13. Februar.Altes Rathaus Regensburg.Neun Tage Vorlauf. Kein Hochzeitsfieber.Keine Sitzordnung.Keine Blumenplanung. Nur ein Gedanke:Ich will seine Frau sein. Das Leben hat wieder Tempo aufgenommen.Ein lokales Rezidiv. Neue Behandlungen.Und gleichzeitig dieses Gefühl von Reichtum. Wir hätten schauen können, was uns fehlt.Wir haben uns entschieden zu sehen, wie getragen wir sind. Ich habe während der Trauung immer wieder gedacht:Danke Gott.Danke, dass ich das erleben darf.Jetzt. Nicht später. Was ich mir über morgen vorstelle, entscheidet, wie ich mich heute fühle.Und das beeinflusst sofort meine Biochemie.Meine Zellen hören zu. Also stelle ich mir eine Zukunft vor, die mir gefällt. Liebe trägt.Und wir sind ein Team. https://youtu.be/UPeQoqbL1R4
Das nächste TV Interview…

Ich war wieder im TV. In Karlsruhe. Baden TV. Unaufgeregt. Herzlich. Als wäre es für mich das normalste der Welt. Klingt bestimmt komisch, vielleicht sogar anmaßend. Aber ich liebe Gespräche mit Menschen, die ich erst kennen lerne. Ob in einem TV Studio oder in meinem Podcast. Wenn ich so überlege, gilt diese Aussage für alle Bereiche. In diesem Interview geht es um folgendes: Es geht um Prävention. Eigenverantwortung. Selbstermächtigung. Gesund Denken. Gesund LEBEN. Gesund älter werden. Epigenetik. Dankbarkeit. Nimm Dein Leben und Dein Schicksal selbst in Deine Hand. Tun es andere für Dich, lieferst Du Dich aus. https://www.baden-tv.com/mediathek/video/im-gespraech-danielle-herrnberger/
Mini Schritte, große Wirkung oder warum ich jetzt Gesundheitsvorträge für alle anbiete

Gesundheit betrifft uns alle. In diesem Blogartikel erzähle ich, warum ich meine Arbeit neu ausrichte und Gesundheitsvorträge für alle anbiete. Mini Schritte und große Wirkung für ein Leben mit mehr Leichtigkeit
Interview in der Zeitschrift: WIE GEHT`S HEUTE

Hier mein Interview: 1.Frau Herrnberger, Sie sagen, Ihre Geschichte hätte das Leben selbst geschrieben. Nehmen Sie uns bitte mit an den Anfang: Wie haben Sie Mike kennengelernt – und wie haben Sie den Moment erlebt, als die Diagnose kam? Ja, das Leben hat wirklich Regie geführt.Wir haben uns ganz klassisch beim Weggehen kennengelernt – so, wie man es eigentlich nicht mehr erwartet. Wir beide kamen frisch aus gescheiterten Ehen und waren uns einig: bloß nichts Festes, bloß keine neue Bindung. Und doch begann da etwas – zart, vorsichtig, behutsam. Ich hatte Angst. Angst davor, mein Herz zu verlieren. Angst vor Verbindlichkeit. Und dann war da auch noch Mikes Tochter – und ich, die sich ganz bewusst gegen ein eigenes Kind entschieden hatte. Aber ich bin das Wagnis eingegangen. Ganz bewusst. Ich habe mich verletzlich gemacht – aus dem tiefen Gefühl heraus, dass ich alles gewinnen könnte.Und dann kam es, dieses überwältigende „Endlich“-Gefühl. Endlich angekommen. Wir sind unverwundbar. Uns gehört die Welt. Liebe, Leichtigkeit. Ein Flug in den Wolken. Seine Tochter war für mich wie das i-Tüpfelchen. Ein weiteres Geschenk. Ich lieb sie und sie liebt mich. Wir sind im Himmel. Krebs? Die Bauchspeicheldrüse?Das passiert doch den anderen.Ich wollte nur noch aufwachen. Aber es war kein Traum. Ich konnte – oder wollte – gar nicht erfassen, was das alles bedeutet. Nicht medizinisch, nicht emotional.Lähmung, Tatendrang, naive Hoffnung und tiefste Verzweiflung – sie gaben sich die Hand und wechselten sich ab.Ich war mittendrin. So „am Leben“ wie selten. Und gleichzeitig wie neben mir. 2. Nur drei Monate nach Ihrer Begegnung wurde Ihr Partner schwer krank. Was hat dieser plötzliche Umbruch mit Ihnen gemacht – emotional, mental, aber auch als Paar? Wenn von einer Stunde auf die andere nichts mehr selbstverständlich ist, wird alles unendlich wertvoll.Liebe wird unermeßlich, wenn man hört, dass man sie verlieren könnte.Jeder weiß theoretisch, dass nichts ewig ist – aber wir mussten es fühlen. Spüren. Erleben. Dass alles endlich ist. Dass wir verwundbar sind. Ich stand tränenüberströmt vor dem Spiegel, starrte mich an und habe mich selbst angeschrien. Hinter mir tropfte der Wasserhahn monoton, und meine Hände klammerten sich ans Waschbecken, als könnte es mich irgendwie halten.„Okay. Ich hab’s ja verstanden. Mein Drehbuch wurde umgeschrieben. Ich habe eine neue Rolle in meinem Leben. Nein, wollte ich nicht. Absolut nicht. Aber ja – ich kann es nicht ändern. Ist angekommen.“ Dann atmete ich tief ein. Und sagte zu mir selbst:„Angenommen. Ich nehme es an. Verstanden. Aber hey Danielle – weißt du was?Du warst noch nie so richtig und so wichtig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Noch nie. Und jetzt hast du die Möglichkeit, den größten, wichtigsten, ehrenwertesten und besten Job deines Lebens zu machen. Und weißt du warum? Weil du es kannst. Und weil es für Mike ist.“ Ich schreibe mein Leben lang Tagebuch. Und wenn ich heute zurückblättere, lese ich diesen einen Satz, den ich damals geschrieben habe:„Ich bekomme gerade das Geschenk meines Lebens.“Damals wusste ich nicht genau, wie ich das meinte.Aber heute – heute weiß ich es.Und ich lag richtig. Auf eine Weise, die ich mir niemals hätte vorstellen können. 3. Sie sprechen von mentaler Stärke und innerer Haltung als wichtigen Einflussfaktoren im Heilungsprozess. Wie haben Sie es geschafft, in einer so belastenden Zeit Klarheit zu finden – und zu behalten? Ich glaube, in Extremsituationen zeigt sich, was wirklich in einem steckt – und gleichzeitig hat man die Wahl, was man daraus macht.Ich habe mir gesagt: Wenn ich schon nichts an den äußeren Umständen ändern kann, dann will ich wenigstens mein Inneres klar halten. Ich wollte kein zusätzliches Chaos im Kopf – das hatten wir im Außen ja schon genug. Klarheit bedeutete für mich: bei mir bleiben. Radikale Akzeptanz. Und vor allem: Wir leben alle im Hier. Im Jetzt. Ob wir gerade vermeintlich gesund sind oder diagnostisch schwer krank – wir alle haben nur diesen einen Moment. „Ich biege nicht vor der Kurve ab.“Das war mein inneres Mantra. Ich habe gelernt, meine Gedanken bewusster zu lenken. Ich habe geübt, Probleme erst dann zu lösen, wenn sie wirklich da sind – und nicht schon vorher in Gedanken durchzuspielen. Und ich habe sehr schnell gespürt: Das tut nicht nur mir gut – es hilft auch Mike. Und das war kein einmaliger Moment der Erleuchtung, sondern eine tägliche Übung. Ein bewusster Akt der Selbstführung. Natürlich gab es auch Tränen, Zweifel, Momente der völligen Erschöpfung. Aber ich habe mir erlaubt, all das zu fühlen – und dann wieder aufzustehen.Denn genau darin liegt für mich mentale Stärke: Nicht perfekt zu funktionieren, sondern sich immer wieder neu auszurichten. 4. Was bedeutet für Sie „mentale Stärke“ ganz konkret – und wie unterscheidet sie sich von Verdrängung oder Durchhalten um jeden Preis? Anstatt zu hadern oder zu verharren, habe ich durch den Wechsel meiner Perspektive eine Leidenschaft und Energie in mir entdeckt, die ich vorher nicht kannte.Gedanken wie: „Hilfe, wie soll ich diese Bürde und Belastung tragen?“ verschwanden zunehmend.Sie wurden ersetzt durch: „Ich bin wertvoll – und ich kann das Beste tun, was ich zu tun vermag: ihm ein schönes Leben bereiten.“ Anstatt mich von Verzweiflung, Ohnmacht, Trauer oder Hilflosigkeit bestimmen zu lassen, habe ich mich darauf konzentriert, was ich jetzt für Mike tun kann. Ich habe ihm versprochen, zu bleiben.Und hätte es geholfen – ich wäre für ihn um die Welt gelaufen. Auch Mike wollte sich nicht selbst leidend zugrunde gehen sehen.Seine Haltung war geprägt von stiller Entschlossenheit – und einem klaren Fokus auf das, was er selbst beeinflussen konnte.Er malte sich nicht aus, wie fürchterlich alles womöglich werden könnte. Stattdessen hielt er an einem innerlich klaren Bild fest:Er war überzeugt, dass sein Körper alles in sich trägt, um wieder gesund zu werden. Er kämpfte nicht.Er hat es als einen Weg gesehen, den er gehen muss. Und kann.Er hatte sich von allen möglichen Szenarien das beste ausgewählt – und an genau diesem hat er sich festgehalten. Mike und ich haben nichts mehr aufgeschoben. Es zählte nur noch das Jetzt. Das Hier und Heute. Zwischen seiner OP und dem ersten Chemotherapie-Zyklus waren wir in