Gleiches mit Gleichem? Oder die Frage: Wie gehe ich mit Kritik und Ablehnung um?

Ich möchte Dir von Soma Bay erzählen.

Ja. Mal wieder. 😂

Mal wieder von ROBINSON in Ägypten, in Soma Bay.

Ich bin jetzt seit fast zwei Wochen wieder zu Hause. Goldener Oktober. Ich schaue auf die Donau und dieser Aufenthalt lebt immer noch so in mir.

Ich kann mich zu jedem Moment zurückversetzen.

In das Gefühl.

In die Wärme.

In die Atmosphäre.

Ich kann mich dahin katapultieren.

Kennst Du das?

Kennst Du Orte, an denen Du vielleicht auch schon ganz oft warst und Du musst nur ganz kurz daran denken und schon sitzt Du wieder da?

Das kann ich mit diesem Ort.

Vielleicht macht genau das auch aus, dass ich mich dort so zu Hause fühle.

Wenn ich wiederkomme, ist mir alles so geläufig.

Und dieses Mal durfte ich sogar ein bisschen früher anreisen. Aus neun Tagen wurden 14.

Und die Mama war mit dabei. ❤️

Meine Mama. Dieser kleine Stöpsel. Diese Süße.

Papa wollte, dass Mama mal mitfährt. Damit sie das einfach auch mal erleben kann. Damit sie weiß, wovon er spricht, wenn er von diesem göttlichen Essen erzählt, von diesem türkisen Meer, vom Strand, von den Zimmern, von der Mahaba Bar, vom Pool.

Einfach dieses ganze Gefühl.

Und ich finde das übrigens so schön an unserer Familie.

Wir können uns so füreinander freuen.

Mein Papa ist wahrscheinlich der unneidischste Mensch, den ich mir überhaupt vorstellen kann.

Gefolgt von mir. 😂

Ich freue mich immer so mit und für jeden.

Natürlich guckt man dann vielleicht auch ins eigene Leben.

Hätte ich das auch gerne?

Ja? Nein? Vielleicht?

Könnte ich das irgendwie etablieren?

Will ich das überhaupt wirklich?

Mit allen Konsequenzen?

Und wenn nicht: Was könnte ich denn dann für mich anders oder besser machen?

So denke ich.

Ich mit meiner Art

Und dann komme ich wieder an diesen Ort.

Und dieses Privileg, ich kann es Dir nicht wirklich beschreiben, wie sich das anfühlt.

Ich bin so unfassbar dankbar.

Wirklich nicht zu begreifen dankbar.

Ich darf da sein.

Mit diesen Menschen.

Mit diesen ägyptischen Angestellten, mit denen es so lustig und so herzlich ist. Mit so viel Körperkontakt, so vielen Umarmungen.

Und ich weiß:

Ich darf die nächsten 14 Tage das machen, was ich so liebe.

Über Gesundheit sprechen.

Über Regeneration.

Darüber, wie wichtig es für unseren Körper ist, auch mal zur Ruhe zu kommen.

Über das Nervensystem.

Über Ernährung.

Über Epigenetik.

Über DNA Gesundheit.

Darüber, dass nicht jeder Mensch gleich ist. Dass wir so individuell sind, wie wir nun mal sind und dass auch der Bedarf unseres Körpers individuell ist.

Nicht jeder braucht das Gleiche in der gleichen Menge.

Jeder Körper hat Herausforderungen.

Jeder Körper hat Stärken.

Und da kann man hingucken.

Und dann bin ich da und ich glaube, man würde sagen:

Ich bin im Flow.

Flow zeichnet sich ja dadurch aus, dass man Raum und Zeit vergisst.

Dass man es der Sache wegen tut.

Ja.

Ich vergesse Raum und Zeit.

Mal nichts müssen zu müssen

Ich darf dort meine Vorträge halten.

Ich darf regenerative Yogaeinheiten geben.

Da gibt es diesen Beach Pavilion und Du schaust auf dieses unverschämt türkise, wundervolle, badewannenwarme Meer.

Gott!

Und dann lade ich die Gäste ein:

Mal nichts müssen zu müssen.

Die nächsten 60 Minuten kann alles und gar nichts muss.

Gar nichts.

Jeder Tag ist anders.

Jeder hat anders geschlafen.

Jeder Körper fühlt sich an diesem Tag anders an.

Und wenn Du Deinen Körper die Regie führen lässt, dann kommuniziert er Dir vielleicht sogar, was er gerade braucht.

Und wenn es eine Stunde Liegen ist, dann ist das eben so.

Im Einklang mit Dir und Deinen aktuellen Bedürfnissen.

Wir atmen.

Wir machen Hüftöffner.

Wir werden ruhig.

Und die Menschen sind danach teilweise einfach nur ergriffen.

Berührt.

Entspannt.

Und ich würde behaupten: dankbar.

Denn ich beginne diese Stunden häufig mit dem Gedanken:

Hey.

Wir sind hier im Paradies.

Der Blick vor uns ist wie eine Fototapete.

Wir sind hier in Frieden.

In Freiheit.

In Sicherheit.

Mit göttlichstem Essen.

Und im Urlaub.

Das dürfen nur sehr wenige Menschen auf dieser Welt gerade genießen.

Und jetzt bekommen wir noch eine Stunde Gesundheit für uns geschenkt.

Das macht etwas mit Menschen.

Und es macht etwas mit mir.

Wenn ich könnte, würde ich noch Glitzer verstreuen

Das Gleiche passiert bei Aquafit.

Ach Gott.

Da stehe ich am Pool.

Der Pool voller Menschen.

Alle Blicke auf mich.

Und ich sage halt laut, wie sich das für mich anfühlt.

Dass ich mich so privilegiert fühle.

Dass ich so einen Freuanfall habe, in diese ganzen Gesichter schauen zu dürfen.

Dass das göttliche Mittagessen auf uns wartet.

Und dass wir jetzt einfach gemeinsam etwas für unsere Gesundheit tun und dabei auch noch Spaß haben dürfen.

Und irgendwann habe ich angefangen zu fragen:

„Und? Wie geht’s Euch?“

Gott, Gott.

Dann kommen Arme aus dem Wasser.

Jubel.

Huuuuu!

Und dann geht’s los.

Ich bin dann, lustig formuliert, wie von der Tarantel gestochen. 😂

Ich hoppe da rum.

Ich freue mich.

Ich möchte einfach mit diesen Menschen Spaß haben.

Und wenn der Funke überspringt und ich in diese lachenden Gesichter schaue, dann kenne ich keine Grenzen mehr.

Mein Papa hat mir ja gelernt:

Understatement ist immer angebracht.

Gut über sich selbst erzählen macht man nicht.

Punkt.

Aber ich muss es trotzdem sagen:

Das Feedback war atemberaubend.

Und dieses Feedback geht bei mir so tief.

Weil diese Resonanz mich betrifft.

Mich in allem, was ich bin und was ich habe.

Nicht weil ich etwas kann.

Nicht weil ich etwas gelernt habe.

Sondern weil man mich dort so bekommt, wie ich nun mal bin.

In heller Freude.

Und wenn genau das ankommt, ist das für mich ein umwerfendes Gefühl.

Gute Laune oben. Gute Laune unten.

Und dann Aquajogging.

Stell Dir das bitte mal vor.

Dieses türkise Meer in verschiedenen Schattierungen.

Badewannenwarm.

Kein Wellengang.

Nachmittags steht die Sonne schon etwas tiefer und alles glitzert.

Wir ziehen diese Schwimmgurte an, joggen ins Meer und paddeln da teilweise wie junge Hunde. 😂

Irgendwann waren wir weit über 20 Menschen.

Jung.

Älter.

Viele Männer dabei.

Und dann waren wir da draußen.

Und irgendwann ging es los:

Wir haben oben gute Laune.

Wir haben unten gute Laune.

Wir haben rechts gute Laune.

Wir haben links gute Laune.

Wir haben vorne gute Laune.

Wir haben hinten gute Laune.

Da ist ein Kreis aus Menschen mitten im Meer.

Wir singen.

Wir lachen.

Wir beklatschen uns selbst.

Und da ist eine blaue Schwimminsel und sogar die Menschen auf dieser Insel feiern uns und machen mit.

Kannst Du nicht erfinden.

Kannst Du einfach nicht erfinden.

Dieses Gemeinschaftsgefühl.

Diese Verbundenheit.

Mein Gott, war das schön.

Mein Leben ist jetzt

Und vielleicht ist genau das mein Dreh und Angelpunkt.

Mein Leben ist jetzt.

Jetzt.

Das Leben mit der Liebe meines Lebens ist jetzt und nicht irgendwann.

Und ich bin zu jedem Moment so dankbar, dass ich ihn habe.

Und dass ich so lieben darf.

Mir ist bewusst, dass nichts selbstverständlich ist.

Und ich glaube, genau das gibt mir diese helle, unbedingte Freude.

Mein Leben ist unglaublich weiß und hell.

Aber es gibt auch die dunklen Seiten.

Die dunklen Momente.

Und ich mache kein Grau daraus.

Ich lasse es weiß und schwarz.

Wenn ich gerade etwas anleite, wenn ich da in diesem Paradies stehe, wenn ich diese Gespräche mit diesen Menschen habe, dann mache ich genau das.

Dann überlege ich mir nicht das große Ganze.

Ich bin immer mehr wie ein kleines Kind.

Und das macht mich über alle Maßen glücklich.

Ich wünschte wirklich, jeder Mensch würde so viel Feedback bekommen.

Was ich dort in 14 Tagen bekomme, reicht eigentlich für ein ganzes Leben.

Das ist wie Maggi.

😂

Maggi deswegen, weil es so eingedampft ist.

In Zeit und Intensität.

Mit ganz viel Glitzer und Geschmacksverstärker.

Und jetzt kommt eigentlich erst das Thema dieses Blogartikels 😂

Wenn Du bis hierhin gelesen hast:

Danke.

Denn eigentlich heißt dieser Beitrag ja:

Gleiches mit Gleichem. Oder: Wie gehe ich mit Kritik und Ablehnung um?

Und davon war jetzt relativ lange überhaupt keine Rede.

Aber es sprudelt halt.

Es sprudelt einfach raus.

Also.

Aquafit.

Mittags am Pool.

Laute Musik.

Und da war ein älterer Herr.

Und ich wusste erst gar nicht, ob er das ernst oder lustig meint.

Und dann sagt er mir:

Das sei furchtbar.

Total furchtbar, was ich da mache.

Viel zu laut.

Ob ich überhaupt irgendein Konzept hätte.

Man würde mich bis zum Strand runter hören.

Furchtbar.

Ich habe mich entschuldigt.

Weil ich möchte, dass es dort jeder schön hat.

Und übrigens: Auch ich bin geräuschempfindlich. Wenn es bei mir im Fitnessstudio zu laut ist, finde ich das auch sehr unangenehm.

Also sagte ich:

Entschuldigung. Das möchte ich natürlich nicht. Ich mache es beim nächsten Mal leiser. Danke für den Hinweis.

Damit war es aber nicht erledigt.

Er sprach mich später noch einmal an.

Und diesmal wurde es persönlicher.

Ich sei eine Hupfdohle.

Ein Konzept hätte ich auch nicht.

Und wenn das so bleibe, komme er irgendwann nicht mehr.

Puh.

„Irgendwer findet es safe scheiße.“

Mein Umfeld sagte danach sinngemäß:

Danielle, so etwas gibt es halt.

Es gibt Menschen, die stören sich an allem.

Leg da doch nicht so viel Gewicht drauf.

Lass ihn stehen.

Das ist sein Ärger.

Das hat mit Dir nichts zu tun.

Du kannst es nicht jedem recht machen.

Oder dieser wunderschöne Satz:

Egal was Du machst, irgendwer findet es safe scheiße.

Ja.

Stimmt wahrscheinlich.

Aber so bin ich nicht.

Mir hat das etwas ausgemacht.

Weil ich das, was ich dort mache, mit ganzem Herzen mache.

Und weil ich möchte, dass auch dieser Mann einen schönen Urlaub hat.

Ich möchte ihn nicht bedrängen.

Ich möchte ihn nicht belästigen.

Und ich möchte ihn auch nicht ärgerlich zurücklassen.

Also habe ich ihm genau das gesagt.

Ich habe ihm gesagt, dass es mir persönlich sehr viel ausmacht, dass er das, was ich mache, so unangebracht findet.

Und plötzlich hat sich sein Tonfall verändert.

Sofort.

Er sagte, er habe mich persönlich gar nicht beleidigen wollen.

Und irgendwann erzählte er mir sogar, dass die Frauen, mit denen er unterwegs war und die bei mir im Kurs waren, ihn sowieso schon geschimpft hätten, weil er etwas Blödes gegen mich gesagt hatte. 😂

Und dann habe ich angefangen, von mir zu erzählen.

Woher meine Leichtigkeit kommt.

Warum ich mich dort so privilegiert fühle.

Warum ich so über die Maßen glücklich bin.

Warum das vielleicht manchmal sogar ein bisschen viel sein kann.

Und das Ende vom Lied?

Ich saß auf seiner Liege.

Er wollte mich umarmen.

Er hat sich bei mir entschuldigt.

Er wollte, dass ich seine Frau kennenlerne.

Und ich glaube, er hat mich einfach ein bisschen besser begriffen.

Denn man sieht immer nur einen Aspekt von einem Menschen.

Einfach nur, weil wir miteinander gesprochen haben

Ich bin danach mit einem richtig schönen Gefühl weggegangen.

Weil er sich nicht mehr geärgert hat.

Und weil ich dieses dumme Gefühl nicht mehr hatte, etwas falsch gemacht zu haben.

Einfach nur, weil wir miteinander gesprochen haben.

Ich habe seinen Standpunkt verstanden.

Und ich durfte meinen erzählen.

Und den restlichen Urlaub haben wir uns immer wieder gesehen.

Und das finde ich so schön.

Und so sinnvoll.

Natürlich könnte ich sagen:

Sein Ärger.

Sein Problem.

Nicht mein Paket.

Denn bildlich gesprochen schickt Dir jemand ein Paket mit Ärger und Du kannst entscheiden:

Nehme ich es an oder nehme ich es nicht an?

Aber ich bin eben oft anders.

Ich wollte dieses Paket nicht einfach zurückschicken.

Ich wollte wissen, was drin ist.

Und ich wollte, dass er versteht, was auf meiner Seite passiert.

Nicht Gleiches mit Gleichem.

Und genau dadurch konnten wir die Situation für beide Seiten auflösen.

Das kann ich übrigens auch nicht immer.

Wenn ich keine Energie habe, kann ich das nicht.

Vollkommen klar.

Aber vielleicht ist es trotzdem eine kleine Inspiration.

Denn der Effekt kann irre sein.

Was passiert, wenn ich Dich nicht in Deinem Weltbild bestätige?

Ich hatte schon einmal eine ähnliche Situation.

Während Corona.

Ein älterer Mann hat mich wirklich wild angepumpt.

Und ich habe mich ganz bewusst sehr, sehr herzlich entschuldigt, dass ich ihn irgendwie tangiert oder gestört hätte.

Und dieser alte, verbittert und schmerzerfüllt wirkende Mann hat plötzlich gelächelt.

Und mir einen schönen Tag gewünscht.

Ich habe ihn einfach mal nicht darin bestärkt, wie er die Welt vielleicht gerade sieht:

Alle sind blöd.

Alle sind gemein.

Alle sind gegen mich.

Denn wenn ich mit der ganzen Welt so umgehe, bekomme ich wahrscheinlich sehr häufig genau das gleiche Feedback zurück.

Und werde wieder bestätigt:

Siehst Du.

Alle blöd.

Mindestens blöd.

Wenn nicht noch schlimmer.

Vielleicht müssen wir Gleiches also gar nicht immer mit Gleichem beantworten.

Vielleicht können wir manchmal einfach fragen.

Zuhören.

Erklären.

Uns zeigen.

Nicht um Recht zu bekommen.

Sondern um uns gegenseitig ein bisschen besser zu begreifen.

Und ja.

Manchmal klappt es nicht.

Manchmal fehlt uns die Energie.

Manchmal möchte der andere gar nicht.

Aber manchmal sitzt Du am Ende eben plötzlich auf der Liege des Mannes, der Dich zehn Minuten vorher noch Hupfdohle genannt hat.

😂

Kannst Du nicht erfinden.

Und am Ende ist da Mike

Und wenn Du mir folgst, wenn Du mir zuhörst und wenn Du irgendwie gut findest, was ich mache, dann darfst Du jetzt gerne einmal ganz kleinkindlich mit mir wünschen, dass ich noch ganz, ganz oft bei ROBINSON sein darf.

Vielleicht ist geballter Wunsch ja ein bisschen wirkungsvoller. ❤️

Und ich weiß eines ganz genau:

Ich habe das alles Mike zu verdanken.

Alles.

Uneingeschränkt.

Ohne Mike hätte ich das alles nicht.

Das ist mir zu jeder Sekunde bewusst.

Und jetzt kommt ein Satz.

Ganz langsam gesprochen.

Er klingt ganz einfach.

Aber da steckt so viel drin.

So viele Gespräche.

So viele Überlegungen.

So viel Leben.

Mike ist mein Engel.

❤️

Danke fürs Lesen.

Und die besten Wünsche für meinen Mike.

 

 

Hier ist der Podcast zu diesem Beitrag. 

Meine Habibi, Mama und ich im Paradies